Eine unerwartete Begegnung
Ich habe mir kürzlich ein neues (gebrauchtes) Objektiv für meine DSLR gegönnt, das Sigma 30mm f/1.4. Es ist mit der maximalen Blende 1.4 sehr lichtstark, also gut geeignet um das Motiv vor einem unscharfen Hintergrund abzuheben oder bei wenig Licht noch verwacklungsfreie Aufnahmen machen zu können. Die ersten Testbilder machen einen vielversprechenden Eindruck. So weit, so gut.
Der eigentliche Grund warum ich das hier blogge ist aber folgender: Ich habe durch einen glücklichen Zufall einen Anwendungsfall für das Objektiv entdeckt, mit dem ich davor nie gerechnet hätte – die Makrofotografie. Das Sigma 30mm 1.4 hat mit 40cm eine recht lange Naheinstellgrenze. Der daraus resultierende Abbildungsmaßstab von ca. 1:10 lässt das Objektiv nicht sehr makrogeeignet erscheinen. Wie komme ich also darauf?
Ich war gerade dabei, den Kauf eines Filteradapters von 62mm (das Objektiv) auf 77mm (meine Filter) zu planen, da habe ich zum Spaß einmal meine Nahlinse (+5 Dioptrien 58mm achromatisch) vor das Objektiv gehalten und irgendwelche kleinen Dinge geknipst. Beim Blick auf das Kameradisplay konnte ich meinen Augen kaum trauen. Der Fokuspunkt war erstaunlich scharf und der Hintergrund in eine unglaublich weiche Unschärfe getaucht. Ich kenne solche Bilder, aber ich hätte sie nicht von dem Sigma 30mm 1.4 erwartet.
Hier zwei Beispiele (Klick macht groß):
Ich glaub, ich muss mir jetzt auch noch einen Filteradapter von 62mm auf 58mm kaufen…



